SMWK

 

 

 

Ambient Assisted Living im kommunalen Wohnungsbau zur Bewältigung demografischer Probleme im Gesundheitswesen

Ausgangspunkt des AAL-SMWK-Projektes waren die Aussagen zur demografischen Entwicklung in Sachsen, dass der Freistaat Sachsen das Bundesland mit dem höchsten Altersquotienten und nachhaltigen, kontinuierlichen Anstieg der Hochaltrigkeit bis etwa 2035 und einer kritisch zu betrachtenden Rentenentwicklung ist.

Die Vorhersagen über die sozialen Veränderungen in der Gesellschaft sind eindeutig und haben seit dem letzten Jahr dramatisch an Deutlichkeit hinzugewonnen: wir leben in einer Gesellschaft, in der Alter und Individualisierung gegenüber Jugend und Gemeinschaft zunimmt. Das bedeutet, dass die Zahl an älteren und alleinstehenden Menschen stetig größer wird. Diese Entwicklung wird einen steigenden Bedarf an neuen Orientierungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten bei älteren Menschen schaffen. Wir brauchen daher technische Systeme, die einen individuell –gewünschten – Teil der Alltagstätigkeiten erleichtern, unterstützen oder teilweise übernehmen.

Ziel ist es deshalb, aufbauend auf  den Konzepten zur Vernetzung unterschiedlicher  Dienst­leistungs­bereiche (Wohnen, Bewirtschaftung, Mobilität, Pflege, medizinische Dienstleistungen) für diese Konzepte eine prototypische Implementierung zu realisieren, um die Machbarkeit nachzuweisen. Dabei gelten die formulierten Forschungsziele:

Folgende übergreifende Forschungsziele bestehen:

  • Erweiterung der medizinischen Versorgungskette durch innovative technische Konzepte und Maßnahmen aus dem Bereich des Ambient Assisted Livings, um zum einen die Leistungsfähigkeit der Pflegedienste in der eigentlichen Pflege zu optimieren und zugleich die Pflegedienste im strategischen Verbund mit Vermietern für eine ambulante Versorgung alter Menschen zu stärken.
  • Nutzung der Gebäudeautomatisierung zur Generierung und Analyse von Vitalinformationen von Mietern. Die beabsichtigten Maßnahmen werden darauf ausgerichtet sein, die unternehmerische Initiative von Pflegedienstdienstleistern und weiteren altersbezogenen Dienstleistern anzuregen und leistungsfähige Versorgungscluster zu entwickeln.

  • Menschzentrierung eines originär technisch ausgerichteten Konzeptes. Anforderungen an die Innenarchitektur und an die ergonomisch und verständlich zu gestaltenden Interfaces der Wohnungen in Bezug auf die Nutzung der Technik durch alte und pflegebedürftige Menschen. Dies betrifft auch die medizinisch zu generierenden Informationen im Sinne der Behandlungspfade.

  • Prototypische Implementierung der entwickelten Konzepte und Testen der Szenarien in der Laborumgebung

   
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