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E-health-Infrastrukturen in der Pflege - Erkennung von Activity of Daily Living durch technische Gebäudeausrüstung

Research areas:
Year:
2016
Type of Publication:
In Proceedings
Keywords:
Aktorik, ambulante Pflegeprozesse, Bayessche Netze, e-health-Infrastruktur, Ereignis-Monitoring, Pflegedienstleistung, Pflegemanagement-system, Privacy by Design, Sensorik, Technische Gebäudeausstattung
Authors:
Daniel Kretz; Sven Leonhardt; Tim Neumann; Sebastian Wolf; Tobias Teich
Book title:
E-Health-Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich: Strategien, Gesetzgebung, Umsetzung
Pages:
153 - 162
Organization:
Telemed GbR
ISBN:
978-3-89838-714-9
ISSN:
2199-8221
Abstract:
Die Pflege steht in den nächsten Jahren aufgrund niedriger Geburtenraten und einer gestiegenen durchschnittlichen Lebenserwartung vor großen Herausforderungen. Weniger potentiellen Pflegekräften stehen mehr potentielle Pflegebedürftige gegenüber. Die ambulante Pflege stellt sowohl aus Gründen der Kosteneffizienz als auch gemessen an der Präferenzlage der betroffenen Bevölkerungsgruppen den derzeit wohl wichtigsten Bereich in der Pflege dar, für den es innovative Gestaltungsbeiträge im Sinne aller beteiligten Akteure zu entwickeln gilt. Hierfür müssen neue Pflegekonzepte entwickelt werden, in denen hochinnovative Technologiefelder und unterschiedlichste Dienstleistungen vernetzt werden. Durch den Einsatz von technischer Gebäudeausrüstung (TGA) als Teil einer e-health-Infrastruktur kann die ambulante Pflege unterstützt werden. Ausgehend von einem Modellierungsansatz für ambulante Pflegeprozesse als methodische Basis für eine systematische Planung und einen anforderungsgerechten, informationstechnisch unterstützten Betrieb von Pflegeprozessen wurde in einem realen Testumfeld die notwendige technische Infrastruktur installiert und evaluiert. Zur Erkennung von Verhaltensmustern und deren Abweichen werden Ordnungsstrukturen benötigt. In diesem Bereich haben sich die Activity Of Daily Living (ADL) bewährt. Bei einer ereignisgesteuerten Pflege wird aus der Durchführung von ADL abgeleitet, dass kein (akuter) Pflegebedarf besteht und die Abstände zwischen regelmäßigen Besuchen der Pflegenden erhöht werden können. Die Kombination von Daten aus weiteren TGA-Sensoren verbessert die Güte der Informationen, sodass Ereignisse sicher(er) detektiert werden können. Durch diese Sensordatenfusion bei der Auswertung der TGA-Daten können die auftretenden Veränderungen oder ungewöhnlichen Ereignissen mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert und zugeordnet werden. Abhängig davon, ob es sich um einen privaten oder professionellen Pflegenden handelt können die Informationen mittels spezieller, eigenständiger Applikationen auf mobilen Endgeräten dargestellt werden oder direkt in vorhandene Softwaresysteme integriert werden. Der Ansatz der Verwendung von standardisierter, modularer Hardware (TGA), die auch für andere Dienstleistungen im Wohnumfeld relevant ist, bietet die Möglichkeit der flächendeckenden, wirtschaftlichen Etablierung einer solchen (Basis-)e-health-Infrastruktur.
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